| Alarm für das THW Wunstorf! |
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Zu einer groß angelegten 16-stündigen Einsatzübung trafen sich am 18. Juni 2011 die Einsatzkräfte des Wunstorfer Technischen Hilfswerks. Die Übung legte ihren Schwerpunkt auf verschiedene Einsatzmöglichkeiten der THW Helfer bei Hochwasser und Überschwemmungen. Bis in die Nacht bewältigten die ehrenamtlichen Katastrophenschützer die verschiedenen Übungs-Szenarien in den Stadtgebieten von Wunstorf und Garbsen. Nach der allgemeinen Einweisung der Einsatzkräfte durch den Zugführer rückte der Technische Zug zu einem Regenrückhaltebecken in Garbsen aus. 2010 musste man hier ein Wohngebiet vor der Überflutung retten. So freuten sich die Anwohner über die umfangreichen Übungsmaßnahmen der Wunstorfer THW-Helfer. Mithilfe der Großpumpe mit 5000 l/min Förderleistung der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen mussten die vereinten Kräften zwei Schlauchstrecken von jeweils 220 Metern gelegt werden. Zusätzlich wurden drei Tauchpumpen mit je 2000 l/min Förderleistung eingesetzt. Diese wurden durch einen mobilen Stromerzeuger mit 175 kVA Leistung durch die Fachgruppe Beleuchtung und die 2. Bergungsgruppe versorgt. Nach dem Rückbau der Gerätschaften im strömenden Regen kehrten die Wunstorfer THW-Helfer in die Unterkunft zurück und stärkten sich dort mit einem reichhaltigen Mittagessen. Der nächste Übungseinsatz ließ aber nicht lange auf sich warten: Aus Wunstorf wurde gemeldet, dass unter der Aue-Brücke in der Innenstadt, über die die Bundesstraße führt, mehrere Bäume im Wasser liegen und dort eine Leiche vermutet wird. Die Kriminalpolizei hatte zur Bergung das THW angefordert. Schnell rückten die Einsatzkräfte mit Blaulicht und Martinshorn zur Unglücksstelle ab. Zunächst musste der Bereich unter der Brücke ausgeleuchtet und das aufgestaute Holz durch Pumpen entlastet werden. Erst dann konnten zwei THW-Helfer mit Wathosen und durch Seile gesichert im Fluß die verstorbene Person, dargestellt durch einen speziellen Übungsdummy, bergen und der Kriminaltechnik übergeben. Nach dem Einrücken in die THW-Unterkunft erreichten die Helfer des Technischen Zuges eine erneute Alarmmeldung. In einem Regenrückhaltebecken am Wunstorfer Stadtrand wurde eine leblose Person im Wasser gemeldet. Unverzüglich rückten die Einsatzkräfte mit mehreren Fahrzeugen und einem Boot ab. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges an dem Teich bemerkten die Helfer lautes Rufen von Personen am Rand und eine weitere Person im Wasser, welche noch bei Bewusstsein war und wild mit den Armen ruderte. Ohne zu zögern rannten zwei Helfer zum Ufer und sprangen in das Becken und konnten innerhalb weniger Augenblicke die verletzte Person retten. Im Anschluß wurde die leblose Person mit dem Schlauchboot innerhalb weniger Minuten geborgen. Durch die drei vorhergegangenen Übungsszenarien erschöpft, hatten die THW-Helfer aus Wunstorf ersteinmal bei einem reichhaltigen Abendessen die Möglichkeit sich etwas auszuruhen. Mit Einbruch der Dunkelheit begann dann der letzte Teil der Einsatzübung. Der Technische Zug bekam den Auftrag auf dem Wunstorfer Schützenplatz zwei Hubschrauberlandeplätze einzurichten. Unter fachlicher Anleitung der Fachgruppe Beleuchtung richteten die Helfer innerhalb von 20 Minuten zwei voll beleuchtete Behelfsflugplätze ein, die Hubschraubern eine Aufnahme von Material und Personen auch in der Nacht ermöglicht hätten. Gegen Mitternacht ging diese umfangreiche Einsatzübung des THW Wunstorf erfolgreich zu Ende. Die Einsatzkräfte konnten wertvolle Erfahrungen sammeln und die Übung hat gezeigt, dass die interne Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen den Einheiten gut funktioniert. Bericht auf der Seite des Landesverbands Bremen, Niedersachsen |
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| Autor: Cedrik Schlag (20.06.2011 um 21:50) | aktualisiert am 04.07.2011 um 11:16 | |

