Bad Nenndorf, 07.05.2019, von Uwe Bentlage

Große Jugendübung von Johannitern und THW aus Wunstorf

Foto: Jahn/JUH-OV Wunstorf

Gemeinsames Übungswochenende von THW- und Johanniter-Jugend aus Wunstorf endet mit spektakulärem Höhepunkt: Bei der gemeinsamen Einsatzübung zeigten die jungen Nachwuchseinsatzkräfte auf dem THW-Übungsgelände in Bad Nenndorf, was sie zuvor gemeinsam gelernt und erarbeitet hatten. Insgesamt beteiligten sich 25 Jugendliche von Johannitern und THW an dem kräftezehrenden Wochenende am Rande des Deisters.

Bevor geübt wurde erlebten die jungen Teilnehmer beider Organisationen am ersten Ausbildungstag, wie der jeweilige Partner im Einsatzfall agiert. So stellten die THW-Jugendhelfer ihre Einsatzfahrzeuge mit umfangreichen technischen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel pneumatischen Hebekissen zum Anheben schwerer Lasten, vor. Die Johanniter-Jugend demonstrierte die Rettungskette bei einem Unfall von der Ersten Hilfe bis zum Transport in ein Krankenhaus. Durch die gemeinsame Ausbildung konnten die Nachwuchshelfer von Johannitern und THW die Aufgaben und Möglichkeiten der anderen Hilfsorganisation besser kennenlernen und sich optimal auf eine zukünftige Zusammenarbeit vorbereiten.

Beide Organisationen brachten in Übungsszenarien am Folgetag ihre jeweiligen Stärken und Einsatzschwerpunkte ein. Das erste Szenario sah vor, dass vermeintlich verletzte Personen von den THW-Jugendlichen aus den Trümmern eines fiktiv eingestürzten Hauses befreit und zur Verletztensammelstelle gebracht werden mussten. Hier übernahm die Johanniter-Jugend nahtlos die Versorgung der „Verletzten“ – bishin zum Abtransport mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus. Simuliert wurde auch die Befreiung einer hilflosen Person aus einem engen Schacht und die Rettung von Personen aus einem vermeintlich explodierten Haus mit simuliertem Austritt von Gasen. Um die Übungsszenerie so realistisch wie möglich zu gestalten, waren die „Verletztendarsteller“ von den Johannitern sehr realitätsnah geschminkt worden. Das THW wiederum steuerte Soundeffekte und Qualm bei, um die Übungen möglichst real darzustellen. Bei der abschließenden Nachbesprechung erläuterten die Ausbilder beider Organisationen mit den Jugendlichen, was gut von den Junghelfern umgesetzt war und wo noch Optimierungspotential besteht.

Die Jugendlichen übernachteten gemeinsam auf dem THW-Übungsgelände auf Feldbetten. Für die Verpflegung sorgte das mobile Küchenteam des THW-Ortsverbandes Wunstorf, welches auch bei echten Einsätzen der Katastrophenschützer ausrückt. Zur abendlichen Auflockerung hatte das Betreuerteam eine äußerst aufwendige Rallye in Stile eines „Escape-Rooms“ als besondere Überraschung vorbereitet. Dazu war die unterirdische Atemschutz-Übungsstrecke (in der sonst aktive Helfer mit schweren Atemschutzgeräten üben) mit Rätseln und Aufgaben gespickt worden, die die Jugendlichen mit Teamgeist bewältigen mussten. Zum Schluss galt es, auf dem 6000 Quadratmeter großen Übungsgelände einen echten „Schatz“ zu finden. Dies gelang in gewohnter Teamarbeit und beide Seiten zogen nach zwei anspruchsvollen Ausbildungs- und Übungstagen eine überaus positive Bilanz des gemeinsamen Wochenendes, welches Johanniter und THW in ähnlicher Form zukünftig wiederholen wollen.


  • Foto: Jahn/JUH-OV Wunstorf

  • Foto: Gongoll/JUH-OV Wunstorf

  • Foto: Jahn/JUH-OV Wunstorf

  • Foto: THW-OV Wunstorf

  • Foto: THW-OV Wunstorf

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