Wie vielfältig das THW-Leben abseits von Großeinsätzen ist, zeigen drei vollkommen verschiedene Ausbildungsdienste von einem einzigen Wochenende, an denen ehrenamtliche THW-Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverband Wunstorf teilnahmen:
Bei der regionalen Übung der Leitungs- und Koordinierungsstäbe (LuK) des THW im Regionalbereich Hannover konnten die 10 THW-Ortsverbände und die Regionalstelle Hannover ihr organisations- und Kommunikationstalent beweisen. Sechs Wunstorfer Helfer des Stabes übten die Aufgaben in den Sachgebieten Personal/Innerer Dienst, Lage, Einsatz (Koordination), Logistik (Haushaltsangelegenheiten) und Telekommunikation. LuK-Stäbe werden hintergelagert eingesetzt, um in Großschadenslagen und Katastrophen die Einsatzkräfte organisatorisch zu unterstützen. Sie greifen nicht in das Einsatzgeschehen direkt ein. Bei dieser Übungs wurde das “Gegenüber” der Übungsstäbe durch 12 erfahrene Helfer der Zugtrupps, die im Einsatz vor Ort die THW-Kräfte leiten, und Mitarbeiter der Regionalstelle gestellt.
Bei der Bereichsausbildung “Maschinist SEA" werden ausgebildete THW-Helfer an Stromerzeugungsaggregaten zu Maschinisten ausgebildet. An verschiedenen Aggregaten lernten fünf Teilnehmer unter fachlicher Anleitung eines Wunstorfer Ausbilders Grundlagen und verschiedene Aggregattypen hautnah kennen. Im Einsatzfall sichern diese Aggregate den autarken Betrieb von Pumpen, Beleuchtung oder anderer Einsatzmittel, die das THW im Zivil- und Katastrophenschutz benötigt.
Heiß her ging es bei der praktischen Ausbildung “Thermisches Trennen” der Bergungsgruppe auf einem Gelände der Deutschen Bahn. Vier Wunstorfer THW-Helfer konnten hier komplexe Stahlkonstruktionen mit dem klassischen Handschneidbrenner bei über 1.000 Grad zerschneiden. Wenn es nach Erdbeben oder Zugunglücken kein Durchkommen gibt, ermöglichen Schneidbrenner oft zuverlässig eine Möglichkeit, um schwere Lasten und Hindernisse beseitigen zu können.